Engagementstrategie - Landesnetzwerk ../../../index.html Mon, 12 Feb 2024 10:24:43 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.4.1 Ergebnisdokumentation 1. Berliner Engagementkonferenz ../../../ergebnisdokumentation-1-berliner-engagementkonferenz/ ../../../ergebnisdokumentation-1-berliner-engagementkonferenz/#respond Mon, 12 Feb 2024 10:24:43 +0000 ../../../index.html

Die 1. Berliner Engagementkonferenz im Dezember 2023 bot eine inspirierende Plattform für multisektoralen Austausch, in dem Ideen und Umsetzungsvorschläge für die Zukunft entwickelt wurden. Die Ergebnisdokumentation steht nun zum Download bereit.

 

Fotos: Trung Bui & Hillert Media

 

Die 1. Berliner Engagementkonferenz, die am 11. Dezember 2023 stattfand, versammelte rund 190 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen wie Wissenschaft, Kultur, Politik, Verwaltung, Wirtschaft sowie etabliertem und neuem Engagement. Sie bot eine inspirierende Plattform für einen multisektoralen Austausch.

In den Plenardiskussionen und Kleingruppen-Treffen konnten die Teilnehmenden sich zu einer Vielzahl von Themen austauschen und gemeinsam Ideen sowie Umsetzungsvorschläge für die Zukunft entwickeln. Die Ergebnisse dieser lebendigen Diskussionen haben wir in einer Dokumentation zusammengefasst, die hier als PDF-Datei zum Download verfügbar ist.

➟ Download der Ergebnisdokumentation (PDF-Datei)

Als Folgeveranstaltung der Konferenz wird eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die den intersektoralen Austausch weiter vorantreiben soll. Denn wir sind fest davon überzeugt, dass nur durch gemeinsame Anstrengungen Probleme angegangen und Ideen erfolgreich umgesetzt werden können.

Die „AG Umsetzung“ wird sich Ende Februar 2024 mit einer digitalen Kick-off-Veranstaltung konstituieren.

Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe sowie zur Einladung zu dieser Veranstaltung werden in Kürze bekannt gegeben.

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Eindrücke der 1. Berliner Engagementkonferenz ../../../eindruecke-der-1-berliner-engagementkonferenz/ ../../../eindruecke-der-1-berliner-engagementkonferenz/#respond Wed, 13 Dec 2023 11:27:33 +0000 ../../../index.html

Unter dem Motto „Engagiert für Zusammenhalt und Demokratie“ und der Schirmherrschaft von Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, trafen sich am 11. Dezember 2023 rund 180 Engagierte zur 1. Berliner Engagementkonferenz.

Foto: Trung Bui & Hillert Media

Der Sprecher:innenrat des Landesnetzwerks Bürgerengagement Berlin begrüßten die Gäste herzlich bevor Oliver Friederici, Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Konferenz im Aquino Hotel mit einem Grußwort einläutete.

Im Anschluss wurde über alle Sektoren hinweg – von Politik, Verwaltung über Wirtschaft und Kultur bis hin zu Vertreterinnen der Zivilgesellschaft – unter anderem zu den folgenden Fragen diskutiert: Welches Verständnis von Engagement brauchen wir? Wir stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Wie kann Engagement zum Demokratieerhalt beitragen?

Einige Punkte wurden wiederholt genannt, etwa:

Hauptamtliche Strukturen müssen gestärkt werden, Engagement braucht Planungssicherheit, Sichtbarkeit und Wertschätzung von Engagement, Zusammenarbeit auf Augenhöhe, Engagement braucht Räume, Entbürokratisierung muss vorangetrieben werden, Mehr Inklusion wagen

Vielen Dank an Dr. Sabine Kroner, Maimouna Ouattara, Muna Nasser, Dennis Haustein, Oliver Friederici und André Koch-Engelmann für diese Runde und an alle anderen, die diese Diskussion mit ihren Beiträgen und Einblicken so spannend gemacht haben.

Fotos: Trung Bui & Hillert Media

Danach boten insgesamt acht Impulsbegegnungen Raum für vielfältigen Gedankenaustausch und Diskussion in kleiner Runde. Hieraus gingen wertvolle Erkenntnisse hervor, die am Nachmittag in großer Runde vorgestellt wurden und an denen es nun gilt weiterzuarbeiten.

Wie das aussehen kann, daran werden wir nun arbeiten und freuen uns über alle Interessierten, die sich daran beteiligen möchten. Eine 2. Berliner Engagementkonferenz wird es im nächsten Jahr geben – doch bis dahin wollen wir nicht warten und bereits vorher an den vielfältigen Themen weiterarbeiten.

Fotos: Trung Bui & Hillert Media

Die Konferenz wurde den ganzen Tag von spannenden Infoständen begleitet.

Ein herzliches Dankeschön an die Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland, bee4us e.V., Humanistische Union e.V., LAGFA Berlin e.V., Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V., Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V., Miteinander ohne Grenzen e.V., Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e. V., Stiftung Unionhilfswerk Berlin und die ZeitZeugenBörse e.V.

Foto: Trung Bui & Hillert Media

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Pressemitteilung ../../../pressemitteilung/ ../../../pressemitteilung/#respond Fri, 08 Dec 2023 12:41:26 +0000 ../../../index.html

Engagiert für Zusammenhalt und Demokratie – 1. Berliner Engagementkonferenz

 

Rund 180 Gäste diskutieren am kommenden Montag, 11.12.2023 in Berlin, wie bürgerschaftliches Engagement in Zeiten des Umbruchs krisenfest aufgestellt werden kann

Organisiert vom Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin und unter der Schirmherrschaft von Joe Chialo, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, treffen sich am 11.12.2023 Engagierte der Berliner Stadtgesellschaft, Kulturschaffende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung in Berlin.

Im Mittelpunkt der Konferenz unter dem Motto „Engagiert für Zusammenhalt und Demokratie“, steht die Frage, wie wir es schaffen, bürgerschaftliches Engagement in Zeiten des Umbruchs krisenfest aufzustellen. Die rund 180 Gäste diskutieren diese Frage gemeinsam im Plenum und vertiefen einzelne Themen in Impulsbegegnungen.

Die Konferenz ist der Auftakt für eine Engagement-Agenda, die im Laufe des kommenden Jahres aktiv weiterverfolgt wird.

Oliver Friederici, Staatssekretär für Gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Berlin

„Die freiwillig engagierten Berlinerinnen und Berliner tragen entscheidend zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt bei. Daher arbeitet der Senat daran, die Rahmenbedingungen für ihr Wirken systematisch zu verbessern und die Resilienz der Engagementstrukturen zu stärken. Ein Baustein ist die Etablierung einer Engagementkonferenz. Sie kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen und staatlichen Institutionen auszubauen – im Sinne einer „Good Governance“ und der Umsetzung der Berliner Engagementstrategie 2020–2025. Wir freuen uns auf kritische Impulse aus dem Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin und auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit bei der weiteren Umsetzung der Berliner Engagementstrategie 2020–2025.“

Dr. Gabriele Stilla-Bowman, Geschäftsführerin der Koordinationsstelle Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin

„Nur gemeinsam, wenn wir alle Sektoren einbeziehen und zusammenarbeiten, schaffen wir es, bürgerschaftliches Engagement in Zeiten des Umbruchs krisenfest aufzustellen. Wir verstehen die Konferenz als einen Auftakt für eine sektorübergreifende Zusammenarbeit, die wir in den kommenden Monaten vertiefen möchten. Mit unserer Arbeit möchten wir die Vernetzung der Engagierten in Berlin vorantreiben und vertiefen und ihre Stimmen auf eine Plattform heben, wo sie noch besser gehört werden.“

Die 1. Berliner Engagementkonferenz findet am 11.12.2023 von 10 bis 16:30 Uhr im Aquino Hotel Berlin statt. Die Programmpunkte am Vormittag sowie am Nachmittag werden live auf dem ➟ YouTube-Kanal des Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin übertragen.

 

Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin

Das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin vereint über 90 Vereine, Projekte, Initiativen, Netzwerke und weitere Akteure, die sich in Berlin engagieren und macht sich stark für das bürgerschaftliche Engagement in der Stadt. In stetem Dialog mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Stiftungen setzt sich das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin für ein lebendiges, vielfältiges und solidarisches Berlin ein.

 

Pressekontakt

Miriam Kienle
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01514 / 73 84 252
E‑Mail: kienle[at]landesnetzwerk-buergerengagement.berlin

 

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Jetzt vormerken: Erste Berliner Engagementkonferenz am 11.12.2023 in Berlin ../../../bitte-termin-vormerken-1-berliner-engagementkonferenz-am-11-12-2023-in-berlin/ ../../../bitte-termin-vormerken-1-berliner-engagementkonferenz-am-11-12-2023-in-berlin/#respond Wed, 20 Sep 2023 12:16:33 +0000 ../../../index.html Das Landesnetzwerk Bürgerengagement richtet in diesem Jahr die Erste Berliner Engagementkonferenz aus und lädt alle Interessierten herzlich am 11. Dezember 2023 nach Berlin ein. ]]>

Das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin lädt alle Interessierten herzlich zur Ersten Berliner Engagementkonferenz ein.

Montag, 11. Dezember 2023 | 9–17 Uhr
Hotel Aquino Berlin

Gemeinsam mit Ihnen möchten wir ein Resümee der Berliner Engagementstrategie ziehen und einen Blick in die Zukunft werfen: Wie gelingt die erfolgreiche Umsetzung und wie stellen wir das bürgerschaftliche Engagement in Zeiten des Umbruchs krisenfest auf?

In verschiedenen Workshops werden wir zudem unter anderem zu folgenden Themen diskutieren:

» Was bewirken Freiwilligenkoordinatorinnen?
» Wie kann bürgerschaftliches Engagement inklusiver werden?
» Was wünschen sich junge Menschen von ihrem Engagement?
» Welche bürokratischen Hürden müssen abgebaut werden?
» Wie können wir klimapolitische Themen nachhaltig verankern?
» Wie stärken wir die Zivilgesellschaftsforschung?

Bitte merken Sie sich den Termin bereits heute vor. Das detaillierte Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung folgen im November.

Bei Rückfragen können Sie sich gerne an die Koordinationsstelle des Landesnetzwerks Bürgerengagement Berlin wenden:

E‑Mail: info@landesnetzwerk-buergerengagement.berlin
Telefon: 0176 201 42 052

Wenn Sie künftig per E‑Mail über Neuigkeiten aus dem Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin sowie über Veranstaltungen informiert werden wollen, dann melden Sie sich gerne für unsere ➟ Verteilerliste an.

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➟ Anmeldung für die
Verteilerliste

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Wahlprüfsteine zur Abgeordnetenhauswahl ../../../wahlpruefsteine/ ../../../wahlpruefsteine/#respond Wed, 25 Jan 2023 11:05:07 +0000 ../../../index.html Der Sprecher:innenrat des Landesnetzwerks Bürgerengagement hat Wahlprüfsteine zur Berliner Abgeordnetenhauswahl zusammengestellt]]>

aktualisierte Wahlprüfsteine zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2023

Der Sprecher:innenrat des Landesnetzwerks Bürgerengagement hat Wahlprüfsteine zur Berliner Abgeordnetenhauswahl zusammengestellt

➟ hierzu auch: Antworten zu Wahlprüfsteinen der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2021


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Präambel

Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands – sie steht international für gesellschaftliche Offenheit und Toleranz, für Demokratieliebe und Vielfalt ihrer Bewohner:innen. Ein besonders großer Schatz ist die Vielfalt ihres Engagements. Dies gilt für ruhige Zeiten, aber genauso auch für Krisen wie jetzt in der Corona-Pandemie und besonders durch den Angriffskrieg in der Ukraine. Bereits vorletztes Jahr wurde die Systemrelevanz des bürgerschaftlichen Engagements anerkannt – die Beiträge der Engagierten waren und sind gerade in diesen Momenten überaus begrüßt worden. Aber sie brauchen mehr als das!

I. Demokratie, Partizipation, Teilhabe stärken!

Demokratie braucht die aktive Verantwortungsübernahme durch eine engagierte Stadtgesellschaft. Vielfältige Möglichkeiten zur Mitwirkung sind ausschlaggebend für eine aktive Beteiligung aller. Ein Land, zugleich eine Stadt wie Berlin, erfährt gerade durch das bürgerschaftliche Engagement enormen gesellschaftlichen Zugewinn Resilienz sowie Lebensqualität.

„Nie war Zivilgesellschaft so wichtig!“ lautete bereits 2019 das im Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin verfasste Papier1; es ist nach wie vor zutreffend in seinen Forderungen zur Stärkung der gesellschaftspolitischen Rolle der Zivilgesellschaft.

Angesichts erkennbarer populistischer und demokratiekritischer Bestrebungen sowie aus der Sorge über soziale Spaltung sieht sich die im Landesnetzwerk Bürgerengagement organisierte Zivilgesellschaft gefordert, einen weitergehenden Anspruch aller Menschen auf demokratische Teilhabe zu verwirklichen, entsprechend dem Jahresmotto 2023: „Menschen.Entwickeln.Engagement!“

Wir fragen:

Welche Wege sieht Ihre Partei, den Anspruch auf eine breite demokratische Teilhabe aller Berliner:innen nachhaltig zu unterstützen (z.B. Landesdemokratiefördergesetz, Programme zur Demokratieförderung)?
Welche konkreten Möglichkeiten erkennt Ihre Partei, eine inklusive und diverse Teilhabe von Menschen zu fördern, die im bürgerschaftlichen Engagement bisher relativ wenig vertreten sind?

 

II. Ehrenamt braucht Hauptamt

Ehrenamt braucht Hauptamt zur Stärkung des freiwilligen Engagements. Die Handlungsempfehlung „Engagement mit Freiwilligenmanagement und Freiwilligenkoordination stärken“ der Berliner Engagementstrategie 2020 – 2025 beinhaltet zwei entscheidende Punkte:

  • Die demokratiestärkende Zusammenarbeit des Landesnetzwerks Bürgerengagement Berlin mit seinen fachlich stärkenden und multisektoral vernetzenden Funktionen für die Zivilgesellschaft Berlins (Berliner Engagementstrategie: Punkt 42, S. 201)
  • Die Refinanzierung von Stellenanteilen für Freiwilligenmanagement/ Freiwilligenkoordination bei der finanziellen Förderung von Projekten und Organisationen (LIGA-Positionspapier: Punkt 22, S. 17, dito).

Mit der Berliner Engagementstrategie 2020 – 2025 wurden 100 Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements verabschiedet. Ihre Umsetzung ist ein zentraler Anspruch der Zivilgesellschaft. Das Zusammenwirken der Berliner Zivilgesellschaft mit den staatlichen Akteuren ist hierfür zwingend notwendig.

Wir fragen:

Welche Schritte sehen Sie vor, auf der Grundlage der zur beschlossenen Förderung des Landesnetzwerks Bürgerengagement Berlin zu einer sektorübergreifenden Zusammenarbeit  als zentraler Wissens- und Austauschplattform der Berliner Zivilgesellschaft?
Wie steht Ihre Partei zu einer Finanzierung von hauptamtlichen Ansprechpartner:innen in gemeinnützigen Organisationen?

 

III. Digitalisierung, dringend!

Die Digitalisierung der Zivilgesellschaft war und ist ausschlaggebend zur gemeinsamen Bewältigung der Corona-Krise. Die Engagierten und Freiwilligenorganisationen benötigen dafür dringend:

  • Infrastrukturelle und Wissens-/Kompetenzentwicklung zur Digitalisierung für Freiwilligenorganisationen und Freiwillige im Einsatz
  • Ansprache von Freiwilligen mit digitaler Affinität
  • Unterstützung von Internet-fernen Engagementinteressierten
  • Die bevölkerungsumfassende Gestaltung der Digitalisierung im
    Engagement, die keinen vergisst („leave no one behind“).

Dies sind zentrale Ziele der Berliner Engagementstrategie 2020–2025. Ihre Realisierung würde Berlin bei der Bewältigung zentraler Herausforderungen unter Beteiligung des zivilgesellschaftlichen Engagements entscheidend voranbringen, zugleich auch sicherstellen, dass Beteiligungsprozesse nicht ins Leere laufen.

Welche Unterstützungsleistungen (insbesondere Hardware, Software, Lernangebote, Vernetzung) für Freiwilligenorganisationen können aus der Sicht Ihrer Partei geschaffen werden?
Welche Wege schlägt Ihre Partei ein, um Internet-ferne Zielgruppen besser erreichen und inkludieren zu können?

 

IV. Europäische Freiwilligenhauptstadt

Der diesjährige Titel Berlin als Europäische Hauptstadt der Freiwilligentätigkeit (EVC = European Volunteering Capital) ist Antrieb und Verpflichtung zugleich, die Stadt und mit ihr die Metropolregion Berlin-Brandenburg engagementfreundlicher zu gestalten. Die bürgerschaftliche Beteiligung und der Einsatz für die Gesellschaft dürfen nicht an bürokratischen Hürden scheitern.

Im EVC-Jahr wird allerdings auch deutlich, wie viele soziale Brennpunkt-Themen im gesellschaftlichen Zusammenleben auf Europa zukommen.

Wie stellt sich Ihre Partei ein regelmäßiges Kennenlern- und Austauschprogramm zwischen Berlin mit anderen Metropolregionen in Deutschland und Europa zur Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements vor und wie kann dieses ermöglicht werden?
Welche Maßnahmen kann Ihre Partei einleiten, damit der Europäische Rat der Regionen mehr Austausch über zivilgesellschaftliche Fragestellungen und Herausforderungen sowie Lösungsansätze ermöglichen kann?


LANDESNETZERK BÜRGERENGAGEMENT BERLIN – Wahlprüfsteine
zuletzt überarbeitet 25.01.2023

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12 Maßnahmen zur Umsetzung der Berliner Engagementstrategie ../../../12-massnahmen-zur-umsetzung-der-berliner-engagementstrategie/ Tue, 14 Sep 2021 07:32:30 +0000 ../../../index.html Das Berliner Landesnetzwerk Bürgerengagement vertreten durch seinen 7. Sprecher:innenrat gibt die aus seiner Sicht 12 wichtigsten Maßnahmen zur Umsetzung der Berliner Engagementstrategie in 2022 und 2023 an die Hand. Gleichzeitig skizziert das Gremium mögliche Beiträge der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zur Realisierung der Strategie.]]>

von Sprecherrat

Das Berliner Landesnetzwerk Bürgerengagement vertreten durch seinen 7. Sprecher:innenrat gibt die aus seiner Sicht 12 wichtigsten Maßnahmen zur Umsetzung der Berliner Engagementstrategie in 2022 und 2023 an die Hand. Gleichzeitig skizziert das Gremium mögliche Beiträge der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft zur Realisierung der Strategie.

Infrastruktur für Engagement und Beteiligung zu stärken ist gerade in diesen Zeiten wie jetzt notwendiger denn je!

Die mit viel Einsatz unter Beteiligung der Zivilgesellschaft wie dem Berliner Landesnetzwerk erarbeitete Engagementstrategie mit ihren 100 Handlungsempfehlungen bietet  einen geeigneten Handlungsrahmen für die Umsetzung einer wirksamen Engagementförderung in der neuen Legislaturperiode 2022/ 2023.

TOP 12 Berliner Engagementstrategie zur Umsetzung als pdf

 

Der Sprecher:innenrat

Daniel Büchel, Stiftung Unionhilfswerk Berlin

Tobias Baur, Humanistische Union Berlin e.V.

Marc D. Ludwig, Förderverein Zivilgesellschaftsforschung e.V.

Carola Schaaf-Derichs, Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V.

Dagmar Wehle, Sozialverband VdK Berlin – Brandenburg e. V.

Kontaktangaben für Rückfragen:

Carola Schaaf-Derichs, (030) 847108795

Daniel Büchel, (030) 41726103

Mitmachen

LANDESNETZERK BÜRGERENGAGEMENT BERLIN – Blogbeitrag von SR
zuletzt überarbeitet 14.09.2021

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Appell von zivilgesellschaftlichen Organisationen im Land Berlin ../../../berliner-appell/ Wed, 16 Jun 2021 06:18:47 +0000 ../../../index.html Vertreter:innen von Berliner Engagement-Organisationen fordern zügige Umsetzung der 100 Handlungsempfehlungen zur Berliner Engagementstrategie.]]>

von Sprecherrat

Vertreter:innen von Berliner Engagement-Organisationen fordern zügige Umsetzung der 100 Handlungsempfehlungen zur Berliner Engagementstrategie.

Anlässlich der heutigen 57. Mitgliederversammlung (digital)­ des Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin haben die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter berlinweit aktiver Engagement-Organisationen ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass die partizipativ erarbei­tete Berliner Engagementstrategie 2020 – 2025 verzögert oder nur teilweise zur Umsetzung gelangen könnte.

Die Mitgliederversammlung appelliert daher an die Senatskanzlei­ und die weiter mit der Umsetzung der Engagementstrategie­ befassten Senatsverwaltungen, nicht zuzuwarten und die vorgesehene Umsetzung im partizipativen Verfahren unverzüglich auf den Weg zu bringen. Zur fachlichen Unterstützung dieses Prozesses sind die im Landesnetzwerk Bürgerengagement verbundenen Organisationen gerne bereit.

Die vorbildliche En­gagement­strategie­ der aktuellen Europäischen­ En­gagement­hauptstadt­ Berlin wurde in einem partizipativen Prozess unter intensiver Beteiligung­ vieler zivilgesellschaftlicher Trägerorganisationen im Zeitraum von Oktober­ 2019 bis Dezember 2020 entwickelt und enthält genau 100 Handlungs­empfehlungen zur Umsetzung für die Stärkung und zum Ausbau des bürgerschaftlichen, freiwilligen Engagements (vgl. Pressemitteilung zur Sitzung des Senats vom 22.12.2020 mit Link zur Engagementstrategie).

Sowohl den Prozess der Umsetzung als auch die Beteiligung der Zivilgesellschaft als Ausdruck von „Good Governance­“ gilt es unbedingt wie angekündigt fortzusetzen.

Der Sprecher:innenrat

Daniel Büchel, Stiftung Unionhilfswerk Berlin

Tobias Baur, Humanistische Union Berlin e.V.

Marc D. Ludwig, Förderverein Zivilgesellschaftsforschung e.V.

Carola Schaaf-Derichs, Landesfreiwilligenagentur Berlin e.V.

Dagmar Wehle, Sozialverband VdK Berlin – Brandenburg e. V.

Kontaktangaben für Rückfragen:

Carola Schaaf-Derichs, (030) 847108795

Daniel Büchel, (030) 41726103

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LANDESNETZERK BÜRGERENGAGEMENT BERLIN – Blogbeitrag von SR
zuletzt überarbeitet 16.06.2021

 

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Bernd Schlömer zur Berliner Engagementstrategie ../../../bernd-schloemer-zur-berliner-engagementstrategie/ Mon, 17 May 2021 09:42:24 +0000 ../../../index.html Von Helmut Herold]]>

Das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin befragt in loser Folge Politiker:innen im Abgeordnetenhaus zur Berliner Engagementstrategie. Heute antwortet Bernd Schlömer, Sprecher für Bürgerrechte, Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung der FDP-Fraktion.

Herr Schlömer, Sie haben sich im Ausschuss für bürgerschaftliches Engagement und Partizipation für eine Berliner Engagementstrategie eingesetzt. Wozu braucht unsere Stadt eine solche Strategie?

Foto: Ben de Biel

Das Ehrenamt ist einer der Grundpfeiler mündiger Bürgerinnen und Bürger in Berlin. Allein in unserer Stadt engagieren sich über 800.000 Menschen uneigennützig in einer bunten­ Palette von Gesellschaften, kulturellen­, sportlichen oder sozialen Aufgaben. Selbst die Arbeit politischer Parteien wäre ohne zivilgesell­schaftliches Engagement im Ehrenamt nicht vorstellbar. Und damit ist das Ehrenamt auch der Schlüssel zu einer lebendigen, vielfältigen und selbst­bestimmten Bürger-Gesellschaft und unverzichtbar für den Zusammenhalt und das soziale Gefüge unserer Stadt. Ohne Engagement keine robuste liberale­ Demokratie!

Das bürgerschaftliche Engagement ist aber auch kein Selbstläufer, sondern es braucht Unterstützung und Anerkennung und Wertschätzung durch Politik und Verwaltung – einfach Rückendeckung durch uns. Eine Engagementstrategie verschafft­ hier Klarheit und Transparenz und ist deshalb unverzichtbar.

Was halten Sie für besonders gelungen an der Engagementstrategie und wo sehen Sie derzeit den größten Handlungsbedarf bei ihrer Umsetzung?

Ich möchte nichts wirklich hervorheben, zumal in unterschiedlichen Foren und Arbeitskreisen­ viele Wochen und Monate daran gearbeitet wurde. Das, was jetzt Eingang gefunden hat, ist gleichgewichtig bedeutsam. Wenn ich aber Prioritäten nennen soll, dann ist es die Digitalisierung. Wir müssen das Engagement zukunfts­fest­ machen. Digitalisierung muss ein obligatorischer Bestandteil einer landesweiten Engagementstrategie sein. Hier habe ich ja auch einen Antrag in das AGH eingebracht, der dann auch angenommen wurde. Digitalisierung bedeutet, neue Chancen für Mitverantwortung und Teilhabe zu schaffen, Inklusion zu realisieren­ oder neue Kanäle für neue Zielgruppen aufzubauen. Man hat fast unendliche­ Möglichkeiten.

In der Strategie wird empfohlen, das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin zu fördern. Wie sollte Ihrer Meinung nach ein solche Förderung aussehen?

Wie schon gesagt, es geht mir in meiner politischen Arbeit um Unterstützung, Wertschätzung und auch Förderung von Vernetzung in der bürgerschaftlichen Mitverantwortung. Das Landesnetzwerk leistet hier schon großartige Arbeit und wird von allen Seiten dafür gelobt. Das muss auch hinreichend anerkannt werden­. Wir haben in der FDP-Fraktion die unterschiedlichen Engagementfelder immer gerne unterstützt und das wird auch so bleiben.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Landesnetzwerks Bürgerengagement für die Aktivierung­ der Zivilgesellschaft und für die Stärkung der Demokratie ein?

Ehrenamtliche­ Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement sind ein zentrales Zeugnis zivilgesellschaftlicher Verantwortung in liberalen Gesellschaften. Ehrenamtliche­ Engagierte tragen entscheidend zum gesellschaftlichen Gemeinwohl bei und übernehmen vielfältige Aufgaben, die sich Staat und Unternehmen nicht leisten können, wollen, sollen oder dürfen.

Was mich persönlich außerordentlich beeindruckt und hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt, ist der Umstand, dass das Landesnetzwerk Bürgerengagement – im Übrigen meines Wissens ohne staatliche Unterstützung gegründet – die häufig unterschätzte Zusammenführung von Akteuren aus den unterschiedlichsten Engagementfeldern übernimmt. Das Landesnetzwerk Bürgerengagement­ hat gemerkt, welche immensen Synergie-Effekte sich aus der besseren Vernetzung und Kommunikation der großen Bandbreite verschiedenster Vereine und Organisation ziehen lassen und fungiert hier an der Schnittstelle zwischen Organisation, Kommunikation und Wissensvermittlung. Denn gerade die fachliche Weiterbildung, die interne und strukturelle Modernisierung, aber auch mein Lieblingsthema Digitalisierung sind kosten- und zeitintensive Unterfangen, die besonders kleinere Vereine und Einrichtungen häufig vor immense Probleme stellen. Dass hier ein Netzwerk besteht, welches unter fachlicher Betreuung und Anleitung erlaubt, gemeinsame Fortschritte mit immensen positiven Konsequenzen zu unternehmen, stimmt mich außerordentlich positiv und Ihnen gegenüber dankbar.

Berlin ist Europäische Freiwilligenhauptstadt 2021. Was sollte Ihrer Meinung nach in diesem Jahr geschehen, um diesem Titel gerecht zu werden?

Dass Berlin ausgerechnet im Jahr 2021 als Europäische Freiwilligenhauptstadt auf Barcelona, London, und Lissabon folgt, ist eine schöne Anerkennung. Das vielfältige Engagement der Berlinerinnen und Berliner rückt nunmehr auch international­ in den Mittelpunkt des Geschehens und fördert die gelebte Mitverantwortung­ in der Stadt in Richtung einer ganz neuen Wahrnehmung. Das kann auch die jetzige Pandemie nicht verhindern.

Die Pandemie öffnet sogar neue Pforten und neue Chancen. Angesichts der aktuell­ schwierigen Rahmenbedingungen möchte ich aber bescheiden bleiben: Ich wünsche mir einfach wieder mehr direkte Kontakte, unmittelbaren Austausch und sichtbare Vernetzung. Ich wünsche mir und uns wieder mehr Freiheit. Darum mache ich Politik: für Freiheit und Bürgerrechte.

In welchen Bereichen engagieren Sie sich selbst bürgerschaftlich?

Ich war seit meinem 8. Lebensjahr eigentlich ununterbrochen ehrenamtlich aktiv. Erst als Messdiener und später als Jugendgruppenleiter meiner katholischen Gemeinde, im Stadtjugendring meiner Heimatstadt, später in der studentischen Selbstverwaltung oder im zivilgesellschaftlichen Engagement bei der Korruptionsbekämpfung. Dann kam mein umfassendes politisches ehrenamtliches Engagement­ bei den Piraten und der FDP dazu. Ich engagiere mich aktuell uneigennützig­ auch noch bei LOAD, dem Verein für liberale Netzpolitik. Mehr geht gerade nicht, aber dabei bin ich irgendwie immer.

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Hendrikje Klein zur Berliner Engagementstrategie ../../../hendrikje-klein-zur-berliner-engagementstrategie/ Tue, 27 Apr 2021 12:35:01 +0000 ../../../index.html Von Helmut Herold]]>

Das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin befragt in loser Folge Politiker:innen im Abgeordnetenhaus zur Berliner Engagementstrategie. Heute antwortet Hendrikje Klein, Sprecherin für Bürgerbeteiligung und Engagement der Fraktion Die Linke.

Frau Klein, Sie haben sich im Ausschuss für bürgerschaftliches Engagement und Partizipation für eine Berliner Engagementstrategie eingesetzt. Wozu braucht unsere Stadt eine solche Strategie?

Foto: Hendrikje Klein

Berlin ist eine Stadt des Ehrenamts. Um bessere Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen sowie Ehrenamtliche zu erreichen, müssen wir die Handlungsempfehlungen der Berliner Engagementstrategie 2020–2025 umsetzen.

Wie in Berlin das Engagement seiner Bürger:innen zum Zusammenleben beiträgt, ist deutlich geworden in den Willkommens-Initiativen zur Unterstützung von Geflüchteten ab 2015 und durch die Unterstützungsstrukturen jetzt in der aktuellen Pandemie.

Die Aufmerksamkeit auf deren großartige Arbeit hat einen enormen Schub in der Diskussion über freiwilliges Engagement im Allgemeinen ausgelöst und der vielfältigen Engagementlandschaft in Berlin eine größere Beachtung beschert. Gleichzeitig wuchs aber auch der Respekt vor den komplexen Prozessen. Gerade Berlin als eine Stadt im stetigen Wandel, steht hier vor großen Herausforderungen.

Was halten Sie für besonders gelungen an der Engagementstrategie und wo sehen Sie derzeit den größten Handlungsbedarf bei ihrer Umsetzung?

Ich finde es sehr gut, dass die Engagementstrategie alle Berliner:innen in den Blick nimmt, niemanden ausgrenzt und sogar gleich zu Beginn den Zugang zum Engagement erleichtern will. Alle Handlungsempfehlungen sind wichtig! Den größten Handlungsbedarf sehe ich in der Sicherung der Infrastruktur wie Stadtteilzentren und Freiwilligenagenturen und in der Digitalisierung. Außerdem müssen wir alles dafür tun, dass die Strategie nicht in der Schublade landet. Sie wurde partizipativ erarbeitet und gehört umgesetzt!

In der Strategie wird empfohlen, das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin zu fördern. Wie sollte Ihrer Meinung nach ein solche Förderung aussehen?

DIE LINKE wird sich in den Haushaltsberatungen für den Doppelhaushalt 2022/23 für diesen Punkt der Engagementstrategie im Rahmen der verfügbaren Mittel einsetzen. Ein Versprechen können wir allerdings nicht abgeben, da pandemiebedingt der verfügbare Rahmen noch nicht abschließend abgeschätzt werden kann. Grundsätzlich unterstützen wir das inhaltliche Anliegen, denn auch gerade die Pandemie zeigt, wie wichtig ein gutes Zusammenspiel von Ehrenamt und Hauptamt ist. Und das Ehrenamt braucht eben auch eine hauptamtliche Struktur zur Stabilität.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Landesnetzwerks Bürgerengagement für die Aktivierung der Zivilgesellschaft und für die Stärkung der Demokratie ein?

Ich möchte hier keine Noten verteilen, das steht mir gar nicht zu. Ich schätze das Landesnetzwerk sehr, da es sehr breit aufgestellt ist und lösungsorientiert wichtige Fragen zum Engagement bearbeitet, das ist seine Stärke. Ich arbeite immer gern mit den Mitgliedern zusammen und freue mich auf den weiteren Austausch zu aktuellen Themen. Seine Unabhängigkeit macht das Landesnetzwerk zu einem wertvollen Partner.

Berlin ist Europäische Freiwilligenhauptstadt 2021. Was sollte Ihrer Meinung nach in diesem Jahr geschehen, um diesem Titel gerecht zu werden?

Es ist eine große Herausforderung, unter den pandemiebedingten Einschränkungen das Ganze zum Leben zu erwecken. Wichtig ist vor allem das Sichtbarmachen von Engagement. Jede:r Berliner:in sollte über das Thema ständig stolpern. Doch wie gesagt, das ist sehr schwer zurzeit. Gleichzeitig sollte die Stadt Berlin in diesem Jahr mehr als sonst noch DANKE sagen! Anerkennung und Wertschätzung fallen unter uns Berliner:innen gern mal unter den Tisch. Berlin kann ja mal eine Dankestour mit allen Senator:innen und Bezirksbürgermeister:innen machen, coronagerecht natürlich. Diese Pandemie darf nicht dazu führen, dass alle sich verkriechen.

In welchen Bereichen engagieren Sie sich selbst bürgerschaftlich?

Ich bin einfaches Mitglied in mehreren Vereinen. Da ich allerdings auch Haushaltspolitik mache, bleibt es auch beim einfachen Mitglied, damit ich nicht in Interessenkonflikte­ komme. Ansonsten kaufe ich gern mal lecker ein für den Tagestreff­ für Obdachlose am Bahnhof Lichtenberg oder organisiere Spendenaktionen. Aufgewachsen bin ich mit dem Engagement gegen Rassismus und Faschismus, das wird mich immer begleiten. Stark engagiert habe ich mich in der Milieuschutzinitiative für den Weitlingkiez in Lichtenberg, wir haben es auch geschafft. Aktuell sammle ich Unterschriften für das Volksbegehren Deutsche Wohnen und Co. enteignen.

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Emine Demirbüken-Wegner zur Berliner Engagementstrategie ../../../emine-demirbueken-wegner-zur-berliner-engagementstrategie/ Mon, 12 Apr 2021 17:03:49 +0000 ../../../index.html Im interview mit Helmut Herold]]>

Das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin befragt in loser Folge Politiker:innen im Abgeordnetenhaus zur Berliner Engagementstrategie. Heute antwortet Emine Demirbüken-Wegner, Sprecherin für Partizipation und Beteiligung der CDU-Fraktion. 

Frau Demirbüken-Wegner, Sie haben sich im Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation für eine Berliner Engagementstrategie eingesetzt. Wozu braucht unsere Stadt eine solche Strategie?

Foto: Hollin

Bereits 2017 hat meine Fraktion mit dem Antrag 18/0301 eine Engagementstrategie für das Land Berlin eingefordert. Erst 18 Monate später zog die Regierungskoalition nach. Damit wurde wertvolle Zeit vertan, noch in dieser Legislatur mit der Umsetzung einer gesamtstädtischen Strategie zu beginnen, die den notwendigen Rahmen vorgibt sowie die Perspektiven zivilgesellschaftlichen Engagements aufzeigt.

Durch das Fehlen dieser Ehrenamtsstrategie über mehr als drei Jahre hinweg kam der Senat in vielen Bereichen in Verzug, weil es keine Zielvorgaben zur Sicherung und Weiterentwicklung von Strukturen und Inhalten gab. Das hat die Ehrenamtsarbeit stagnieren lassen. Als Beispiele will ich hier benennen die Weiterentwicklung der Ehrenamtskarte, der Anerkennungskultur, sowie die Sicherung der Infrastruktur. Die Digitalisierung wurde praktisch nicht in Angriff genommen, was sich bei Ausbruch der Pandemie als sehr hinderlich erwiesen hat.

Was halten Sie für besonders gelungen an der Engagementstrategie und wo sehen Sie derzeit den größten Handlungsbedarf bei ihrer Umsetzung?

Die Handlungsempfehlungen des Senats sind von dem Bemühen geprägt, alle Bereiche der Ehrenamtsarbeit aufzunehmen und mit entsprechenden Empfehlungen zu untersetzen. Viele dieser Empfehlungen sind Ergebnis der intensiven Diskussionen im Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement und Partizipation des Abgeordnetenhauses. Das ist zu begrüßen.

Als besondere Herausforderung für die Landesregierung in der Umsetzung sehe ich die Handlungsempfehlungen zur Digitalisierung sowie zur Stärkung der Infrastruktur. Sehr innovativ sind die Empfehlungen zur Zivilgesellschaftsforschung. Das ist im Land Berlin seit langem überfällig.

In der Strategie wird empfohlen, das Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin zu fördern. Wie sollte Ihrer Meinung nach ein solche Förderung aussehen?

Zur Stärkung der inhaltlichen Arbeit des Landesnetzwerkes haben wir als Fraktion viele Anträge eingebracht – z.B. Forum des Ehrenamts, Vernetzung, Koordinierung, Koordinierungsstelle, Fort- und Weiterbildung, Hauptamt/Ehrenamt. Deshalb werden wir uns einer bedarfsgerechten Förderung des Landesnetzwerkes im kommenden Doppelhaushalt nicht verschließen. Ich gehe davon aus, dass das Landesnetzwerk im Vorfeld der Haushaltsberatungen dazu den Abgeordneten aller Fraktionen seine finanziellen Vorstellungen benennen wird. Entsprechend dieses Antrags werden sich die Haushälter meiner Fraktion damit auseinandersetzen. Es wäre gut, vom Landesnetzwerk dazu vorher eine Konzeption zu erhalten.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Landesnetzwerks Bürgerengagement für die Aktivierung der Zivilgesellschaft und für die Stärkung der Demokratie ein?

In den letzten Jahren entstanden viele unterschiedliche Formen der Beteiligung und des ehrenamtlichen Engagements mit unterschiedlichen Inhalten und Zielsetzungen. Hier fachkompetente Unterstützung in Fragen der Koordinierung, Vernetzung, Innovation und Weiterbildung zu leisten, ist das Gebot der Stunde. Diese Aufgaben hat das Landesnetzwerk erfolgreich mit viel Energie und guten Ideen übernommen. Es leistet damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Demokratieförderung; denn Partizipation und Stärkung der Partizipationsprozesse bedeuten letztendlich mehr Demokratie und Teilhabe für die Menschen in unserer Stadt.

Berlin ist Europäische Freiwilligenhauptstadt 2021. Was sollte Ihrer Meinung nach in diesem Jahr geschehen, um diesem Titel gerecht zu werden?

Der Titel Europäische Freiwilligenhauptstadt 2021 ist Ehrung und Verpflichtung zugleich. Deshalb sollten vor allem seit langem anliegende Fragen und Probleme gelöst werden. Dazu gehören für mich ein Mobilitätszuschlag für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die weite Anfahrtswege zu bewältigen haben, sowie kostenlose Monatstickets für junge Menschen, die einen Freiwilligendienst ableisten. In diesem Zusammenhang halte ich es für dringend notwendig, das FSJ über Landesmittel abzusichern, wie das bereits in zehn anderen Bundesländern gute Praxis ist.

In welchen Bereichen engagieren Sie sich selbst bürgerschaftlich?

Wie Sie wissen, ist es originäre Aufgabe der Abgeordneten sich für die Belange der Bürgerinnen und Bürger einzusetzen. Vor diesem Hintergrund habe ich insbesondere den Schulterschluss mit vielen Bürgerinitiativen meines Wahlkreises gesucht und gefunden von Kleingartenanliegen über Flüchtlingsunterbringung bis hin zur Weiterentwicklung des Flughafens Tegel. Ob zu Parkbänken, Verkehrsfragen, bei Vermüllungsärger oder Anliegen von Schulen, Kitas und Sportvereinen – ich bin sehr froh darüber, dass ich für viele Menschen Ansprechpartnerin war und bin und ihnen bei der Lösung ihrer Probleme jetzt und zukünftig behilflich sein kann.

Darüber hinaus engagiere ich mich ehrenamtlich in unterschiedlichen Organisationen und Vereinen. So bin ich als Vorsitzende des Kuratoriums der Berliner Krebsgesellschaft aktiv, Beiratsmitglied im Projekt CURA – Opferfonds Rechte Gewalt der Amadeu Antonio Stiftung und langjähriges Mitglied der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Zum Schluss möchte ich Ihnen ans Herz legen: besuchen Sie mich gern auf meiner Homepage, wenn Sie mehr über meine vielfältigen Aktivitäten und Initiativen wissen möchten. Meine Intnernet-Adresse lautet www.emine-dw.de.

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